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GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS

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Die Unterstützung von Lech Wałęsa für die Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS

GRÜNDER DER STIFTUNG



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Die Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS ist der Erinnerung an Staszek Czerwinski (und nach dem 10. April 2010 ebenfalls den Freunden: Aram Rybicki und Maciek Plażynski, die zusammen mit dem Präsidenten der Republik Polen in der Flugkatastrophe in Smolensk umgekommen sind) gewidmet. Staszek Czerwinski – ein Schulfreund und ein Freund aus der Gefängniszelle. Im Jahre 1974 nach der Festnahme durch den Sicherheitsdienst wurden wir aus dem 1. Allgemeinbildenden Lyzeums in Zoppot für antikommunistische Aufschriften auf den Schulmauern herausgeworfen. Zusammen waren wir in der Opposition tätig, haben im August 1980 am Streik in der Danziger Werft teilgenommen und die Zeitschrift „ODNOWA“ („ERNEUERUNG“) redigiert. Staszek – Initiator der unabhängigen Segel-Pfadfinderbewegung, Jurastudent, Aktivist der Bewegung Junges Polen (RMP Ruch Mlodej Polski) und Gründer des Unabhängigen Studentenbunds an der Danziger Universität.

Die Fotos von Stanislaw Czerwinski:

Staszek Czerwinski

Staszek Czerwinski

Staszek kam unter ungeklärten Umständen im August 1981 ums Leben. Seine Leiche wurde auf dem Gleis hinter der Bahnstation Gdynia Chylonia gefunden. Er fuhr vom Untergrundtreffen der Bewegung Junges Polen (RMP) zum Segellager zurück.

Die Gründer der Stiftung möchten sich bei den Mitarbeitern der Untergrundbewegung bedanken:

Irena Tabeau - in ihrer Wohnung führte sie ein Lager der Untergrundliteratur. 1983 nach durchführter Durchsuchung wurde sie vom Sicherheitsdienst festgenommen und vielmals verhört. Sie hat niemanden verraten. Im Untersuchungshaft verbrachte sie über ein halbes Jahr. Im Prozess, in dem als Verteidiger Roma Orlikowska Wronska und Jacek Taylor auftraten, wurde sie zu zwei ein halb Jahren Haft verurteilt. Nach der Entlassung war sie weiterhin aktiv an der Arbeit des Untergrunds beteiligt.

Szymek Migdalski - dem ungebrochenen Drucker vieler Untergrundausgaben und Schriften.

Krysia Pawlik – für alles.

Und ebenfalls Dobrusia Karpeta, Roma Zawitkowska, Malgosia Posadzka, Marysia Formela, Ela und Adam Michalak, Igor Strzok, Janusz Kwapisz.

Viele Jahre sind vergangen, aber im Gedächtnis bleibt die mutige Entscheidung Henryk Stellas Direktors des 5. Lyzeums in Danzig und der Klassenlehrerin Janina Paluszkiewiczowa, die im Jahr 1974 als die einzigen in der Woiwodschaft Pommern den Mut hatten, Krzysztof Fraczak, der aus dem Lyzeum in Sopot entfernt wurde, in ihre Schule aufzunehmen.

Wir möchten uns auch bei Diesen stillen Helden des Untergrunds, mit denen wir zusammengearbeitet haben und die nicht erwähnt wurden, bedanken und sie auch deshalb um Entschuldigung bitten. Wir bitten um Verzeihung auch diejenigen, die sich vielleicht enttäuscht fühlen.

Wir bitten um Entschuldigung und danken Euch.

Gründer der Stiftung

Leszek Juchniewicz i Krzysztof Fraczak
Leszek Juchniewicz und Krzysztof Fraczak im Sommer 2009 in Zoppot

Leszek Juchniewicz – Gründer – Vorsitzender von HANSACONSULT GmbH

Geb. am 18. Februar 1957 in Zoppot. Teilnehmer der Vor-August-Opposition. Er unterstützte im Jahre 1980 den August-Streik in der Danziger Werft. Mitgründer des Verlags „Dialogi” („Dialoge“). Student der Schiffbau-Fakultät an der Technischen Hochschule in Danzig. Am 17. Dezember 1981 steigt er vom Schiff M/S Garnuszewski in Brunsbüttel in Deutschland herab. Er absolviert sein Ingenieurstudium an der Universität in Hannover und setzt seine wissenschaftliche Arbeit, die er 1992 mit einer Dissertation beendete, an der Technischen Universität in Hamburg fort. 1993 beginnt er seine Arbeit in der Industrie in der Firma HANSACONSULT Ingenieurgesellschaft mbH. 1998 wird er Direktor und seit 2007 auch Eigentümer des Unternehmens. Im November 2008 spendet er zum ersten mal Geld für den Einkauf von Computern für eine Schule in der Ukraine.


Krzysztof Fraczak – Vorsitzender der Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS

Geb. am 19. September 1956 in Zoppot. Im Jahre 1974 wurde er für antikommunistische Aufschriften auf den Schulmauern von dem 1. Allgemeinbildenden Lyzeum in Zoppot entfernt. Er war mit den Oppositionskreisen des Küstenlandes – Bratniak, Bewegung Junges Polen (RMP) verbunden. Eine Woche nach dem ersten Besuch des Heiligen Vaters in Polen im Juni 1979 wurde er von unbekannten Tätern brutal zusammengeschlagen. Teilnehmer des Streiks im August 1980 in der Danziger Werft. Mitgründer des Unabhängigen Studentenbunds (NZS) an der Technischen Hochschule in Danzig. Zusammen mit Stanislaw Czerwinski und Leszek Juchniewicz gründet er die zwischenschulische Zeitschrift und den Verlag „ODNOWA“ („ERNEUERUNG“) und „Dialogi“ („Dialoge“). Am 13. Dezember in Strzebielinek interniert. Teilnehmer des Hungerstreiks im Lager. Nach der Internierung wurde er in der Danziger Werft eingestellt. Herausgeworfen im Jahre 1984 wurde er Mitarbeiter der Arbeitsgenossenschaft für Höhendienstleistungen Danzig. 1986 zieht er nach Krakau um, wo er die Krakauer Abteilung der Genossenschaft leitet und gleichzeitig an der philosophischen Fakultät der Theologischen Papst-Akademie studiert und Teilnehmer des Seminars vom Pf. Józef Tischner ist. All die Jahre als Untergrund-Verleger tätig. Mit Wiesiek Walendziak gibt er die Zeitschrift „Kierunek” („Die Richtung”) und Schriften der Polnischen Politik, der „Richtung“ und „Junges Polen“ (Mloda Polska) heraus. Er arbeitet im Untergrund mit Piotr Kapczynski, Staszek Śmigel und Antoni Meżydlo zusammen. Seit 1990 betreibt er sein eigenes Gewerbe. Im Jahre 1996 gründet er mit Jan Pawlicki bei der griechisch-orthodoxen Kirche in Krakau die Slawische Galerie und ist in Russland und in der Ukraine tätig. 2008 gründet er zusammen mit Leszek Juchniewicz die Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS. Er gehörte und gehört keiner politischen Partei an.

Aus dem Archiv DES INSTITUTS FÜR NATIONALES GEDENKEN [IPN]



Bericht an die Zentrale der Geheimpolizei des Sicherheitsdienstes aus dem Jahre 1974 über die Festnahme und Ermittlung wegen des Malens vor dem 1. Mai 1973 durch Krzysztof Fraczak und Stanislaw Czerwinski antikommunistischer Aufschriften „WEG MIT KOMMUNISMUS“ und „SCHLUSS MIT DER DIKTATUR DER SOWJETUNION“ an der Schulmauer in Zoppot. Als Motiv für die Beschriftung nannten die Täter die Unvereinbarkeit der in Polen herrschenden Prinzipien des politischen Systems und ihrer tatsächlichen Umsetzung wie auch den Protest gegen die obligatorische Teilnahme an der 1. Mai-Demonstration. Für diese Tat wurden sie disziplinarisch aus der Schule ausgeschlossen.




Der von Lech Walesa unterzeichnete Streikpassierschein aus dem August 1980, der dem Student der Technischen Hochschule in Danzig Krzysztof Fraczak den Eingang in die streikende Werft erlaubte:




Entscheidung des Kommandanten der Bürgermiliz vom 13. Dezember 1981 über das Behalten im Haft von Krzysztof Fraczak kraft des Dekrets über die Verhängung des Kriegszustands. Als Grund der Festnahme nannte man die Staatsicherheit, die im Falle des Aufenthalts K. Fraczaks in der Freiheit und seiner anarchistischen Tätigkeit bedroht sein solle. Das Dekret über die Verhängung des Kriegszustands erlaubte die Festnahme ohne Befehl der Staatsanwaltschaft. K. Fraczak blieb im Haft für ein und halb Jahre.




Ambulanzkarte der Behandlung von Krzysztof Fraczak während seines Aufenthalts im Gefängnis in Strzebielinek. Es wurden dort die Informationen über den Hungerstreik vom 10.–16. Februar 1982 und über Wirbelsäulenverletzung nach der Misshandlung von unbekannten Tätern vermerkt.




Beschluss des Staatsanwalts vom Dezember 1983 über Durchsuchung der Wohnung von K. Fraczak zwecks des Findens illegaler Schriften und Druckgeräte:




Beschluss des Staatsanwalts vom März 1984 über Durchsuchung der Wohnung von K. Fraczak zwecks des Findens illegaler Schriften und Druckgeräte:




Manche Schriften und Bücher, die in den Jahren 1980-1989 im Untergrund von K. Fraczak gemeinsam mit Stanislaw Czerwinski, Leszek Juchniewicz und anderen Personen herausgegeben wurden:





Zum 30. Jahrestag der Gründung der Bewegung Junges Polen wurden wir im September 2009 vom Präsidenten der Republik Polen Lech Kaczynski mit Offizierskreuzen des Ordens von Wiedergeburt Polens ausgezeichnet – Staszek Czerwinski leider nach dem Tode.


UNBESIEGTEN


Staszek Czerwinski Staszek Czerwinski
Staszek Czerwinski



Arkadiusz Rybicki Arkadiusz Rybicki
Skwer Arkadiusza Rybickiego

Arkadiusz Rybicki – Direktor des Programmrats der Stiftung, Parlamentsabgeordneter der Republik Polen, ein Freund aus der Bewegung Junges Polen. Er ist zusammen mit dem Präsidenten der Republik Polen Lech Kaczynski am 10. April 2010 in der Flugkatastrophe bei Smolensk umgekommen.



Maciej Plazynski Grób Macieja Plazynskiego
Rondo Macieja Plazynskieg

Maciej Plażynski - Mitglied des Programmrats der Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS, Parlamentspräsident der Republik Polen, ein Freund aus der Bewegung Junges Polen. Er ist zusammen mit dem Präsidenten der Republik Polen Lech Kaczynski am 10. April 2010 in der Flugkatastrophe bei Smolensk umgekommen.


Wir bedanken uns bei Grzegorz Markowski und der Band PERFECT für ihre Zustimmung dazu, dass auf der Internetseite das Werk Unbesiegten [Niepokonani] klingt.



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