Die Unterstützung von Lech Wałęsa für die Stiftung GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS
Liebe Freunde,
Willkommen bei der Stiftung „GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS“!
Wir leben in einer Zeit,
in der die weltweiten Informationsströme das Zusammenleben und
-wirken der Menschen verschiedener Nationen und Herkunft maßgeblich
bestimmen. Im 21. Jahrhundert gibt daher kaum etwas Wichtigeres für
das gegenseitige Verstehen und Sichverständigen als den Computer
und das Internet.
Wir, die Gründer
der Stiftung „GEISTIGES FUNDAMENT EUROPAS“, ein
Freundeskreis aus Polen und Deutschland, engagieren uns dafür,
junge Menschen, die gegenwärtig keinen ausreichenden Zugang zu
den modernen Kommunikationsmedien haben, am vernetzten
Informationsaustausch teilhaben zu lassen. Zu diesem Zweck statten
wir gezielt bedürftige Schulen mit internetfähigen
Computergeräten aus.
Uns verbindet dabei
nicht nur eine gemeinsam empfundene Verantwortung. Wir teilen auch
uns prägende Erfahrungen aus der Zeit der Befreiung vom
Kommunismus und der Öffnung für ein gemeinsames Europa.
Worauf wir bauen, ist das gemeinsame geistige Fundament einer
europäischen Wertegemeinschaft.
Gerade weil der
europäische Kontinent zwischen Atlantik bis Ural in seiner
langen Geschichte auch so viele Perioden finsterer Niedergänge
erlebt hat, halten wir die Berufung auf den gemeinsamen
zivilisatorischen Geist für ungemein wichtig. Im vergangenen
Jahrhundert wurden Auschwitz und der Archipel Gulag zu Symbolen für
die menschenverachtenden Verbrechen des Faschismus und des
Kommunismus. Die Idee eines vereinten, freien Europas und der
Verwirklichung von gesichertem Glück, Humanität und
Gerechtigkeit war nicht zuletzt eine Antwort auf diese bitteren
Erfahrungen.
Der gemeinsame Geist
einer Wertegemeinschaft auf der Basis der Menschen- und
Freiheitsrechte ist die Grundlage einer Welt ohne Kriege, Verbrechen
und Hass – davon sind wir überzeugt. Ebenso davon, dass
Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit zum Wesen des Menschen
gehören, und dass es darauf ankommt, dies zu fördern und zu
kultivieren.
Im gemeinsamen
Widerstand gegen den Kommunismus haben wir authentische Solidarität
als Ausformung eines europäischen freiheitlichen Geistes erlebt.
Grenzübergreifende Solidarität ist auch und gerade heute
angesichts ungelöster globaler Konflikte, Armut und Not eine
Kraft, die dringend benötigt wird.
Mit unserer Stiftung
wollen wir einen kleinen Beitrag zur praktischen Solidarität und
Zukunftssicherung leisten. Sie soll vor dem Hintergrund der Historie
den Nachwachsenden die Erfahrung ersparen, dass Ausgrenzung und
mangelnde Verständigung zu Ungerechtigkeit und Feindschaft
führen. Sie soll jungen Menschen dort, wo es nötig ist,
solidarisch helfen, an den Chancen der modernen grenzübergreifender
Kommunikation teilzunehmen. Und sie soll damit Möglichkeiten
eröffnen, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz nachhaltig zu
fördern.
Denn ohne Solidarität
kann es Freiheit und Chancengleichheit nicht geben.
Eloi, Eloi, lema sabachthani
Eloi, Eloi, lema
sabachthani - Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen. Nie
wieder darf das Fehlen von Verständnis und Solidarität zu
Ressentiments und Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen.
Und in diesem Sinne begreifen wir die Arbeit der Stiftung als Beitrag
zur Völkerverständigung
Lieber Freund, denke daran: Wenn Du anderen Leid antust, tust du vor allem Dir selbst Leid an, aber wenn Du dagegen einem anderen hilfst, hilfst Du Dir selbst, weil wir auf der geistigen Ebene eine Einheit bilden.
Die Stiftung dankt dem
Theater „Piwnica pod Baranami“ für die „Dezyderata“,
die auf dieser Seite klingt.